Zivilisationskrankheiten

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Das Problem mit den Kreidezähnen

Posted on | März 8, 2019 | No Comments

Poröse Zähne stellen Wissenschaftler vor ein Rätsel. Immer mehr Kinder sind von diesem Problem betroffen. Über die Ursachen gibt es bislang verschiedene Vermutungen. Seit 1987 gibt diese Krankheit Rätsel auf.

Die sogenannten Kreidezähne könnten sich zu einer neuen Volkskrankheit entwickeln. Da bislang kaum etwas zu den genauen Ursachen bekannt ist, fällt die Prophylaxe schwer. Die porösen Zähne sind eine Erscheinung, die die Wissenschaft vor eine große Herausforderung stellt.

Kreidezähne im Kindesalter

Es ist erschreckend, aber etwa ein Drittel aller Zwölfjährigen leidet unter den sogenannten Kreidezähnen. Dabei handelt es sich um poröse Zähne, die schlimmstenfalls bereits beim Hervorstoßen aus dem Kiefer brechen. Vor allem die Backenzähne sind häufig betroffen. Aber auch Schneidezähne können porös sein. Im Jahr 1987 wurden Kreidezähne erstmals als Krankheitsbild beschrieben. Doch was damals noch äußerst selten war, ist inzwischen zu einer sehr häufigen Erscheinung in der Zahnmedizin geworden.

Die Krankheit wird als MIH bezeichnet, Molare Inzisive Hypomineralisation. Das bedeutet, dass die betroffenen Zähne über keinen stabilisierenden Zahnschmelz verfügen.

Ursachenforschung steht vor Rätseln

Die Wissenschaftler forschen seit längerer Zeit nach den genauen Ursachen der Krankheit. Doch diese Suche gestaltet sich als äußerst schwierig. Für die Entstehung des Zahnschmelzes ist die Zeit zwischen dem achten Schwangerschaftsmonat und dem vierten Lebensjahr des Kindes entscheidend. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Fehlbildung im ersten Lebensjahr entsteht.

Eine Ursache könnte Plastik sein. Die darin enthaltenen Weichmacher in Form von Bisphenol A könnten dafür sorgen, dass die Zähne porös werden. Doch dies ist nicht genau erwiesen. Es könnte sich auch um ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren handeln. So kämen Infektionskrankheiten in der Schwangerschaft ebenso in Frage, wie die Einnahme von Antibiotika oder Umwelteinflüsse.

Betroffene Kinder sollten vor allem auf ihre Mundhygiene achten. Diese ist besonders wichtig, weil die poröse Oberfläche Bakterien eine optimale Umgebung bietet. Regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt sind ebenso wichtig.

Bildurheber: puhhha / 123RF Standard-Bild

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