Zivilisationskrankheiten

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Krätze-Fälle in Deutschland

Posted on | Dezember 8, 2018 | No Comments

Seit 2017 mehren sich die Meldungen über das Auftreten von Krätze in Deutschland wieder. Enger Körperkontakt kann eine Möglichkeit der Ansteckung. Vor allem in Kinder- und Pflegeeinrichtungen ist eine Infektion mit Krätze schnell möglich.

Juckender, teilweise brennender Ausschlag und kleine Bläschen sind nur einige Anzeichen, die auf den Befall mit Krätze hindeuten. Obwohl die Erkrankung nie vollständig ausgelöscht war, steigt die Zahl der gemeldeten Fälle aktuell wieder an.

Symptome und Ansteckung

Die Krätze hat ihren Namen nicht umsonst bekommen. Er ist vom Wort kratzen abgeleitet, weil Betroffene unter einem juckenden Ausschlag leiden. Dieser Ausschlag wird durch Milben hervorgerufen, die sich in die Haut bohren und sich kleine Kanäle graben. Dort legen sie ihre Eier ab und hinterlassen Kot, der ein Brennen verursachen kann.

Durch das körpereigene Abwehrsystem reagiert die Haut mit Rötungen und Bläschen. Manchmal entstehen auch Knötchen. Die Bläschen sind mit Flüssigkeit gefüllt. Sobald diese platzen, verkrusten sie. Durch die großflächigen Verkrustungen wirken die Symptome der Krätze sehr schlimm.

Um sich mit Krätze anzustecken bedarf es eines längeren, intensiven Körperkontakts. Dies ist zum Beispiel beim gemeinsamen Spielen in den Kindereinrichtungen oder auch beim Sex möglich.

Einfache Behandlung – schnell und effizient

Die Behandlung der lästigen Hauterkrankung erfolgt in den meisten Fällen mit einer Salbe, die am Abend auf die Haut aufgetragen wird. Über Nacht wirkt sie dann ein und wird am Morgen wieder abgeduscht. Die Wirkstoffe Permethrin, Crotamiton und Benzylbenzoat haben sich in der Behandlung als äußerst wirkungsvoll erwiesen.

Außerdem sollten Bettwäsche und Kleidung bei 60 Grad gewaschen werden, um die Milben vollständig zu beseitigen. Ist dies bei einigen Kleidungsstücken nicht möglich, hilft es, diese in luftdicht verschlossenen Plastiktüten 5 Tage zu lagern.

Betroffene Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Pflegeeinrichtungen müssen Krätze-Fälle melden.

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