Kategorie: ADHS

Das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom wird charakterisiert durch
Unaufmerksamkeit, Sprunghaftigkeit und Hyperaktivität, verknüpft mit Störungen von
Sozialverhalten, Emotionen und Entwicklung (z.B. Legasthenie, Rechnen).
Davon betroffen sind ca. 5% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland, zunehmend auch
Erwachsene.

ADHS ist keine moderne Zivilisationskrankheit

Die Meinung, dass das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom auf gesellschaftliche Entwicklungen zurückzuführen ist, ist weit verbreitet. Mediziner und Wissenschaftler mit dieser Meinung berufen sich auf das durch Scheidungen und berufstätige Eltern hervorgerufenen Aufmerksamkeitsdefizit. Mangelnde Bewegung und die hohen schulischen Ansprüche gelten außerdem als Indikator der Neuzeit.

Jedoch sind die Symptome des Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom nicht erst mit dem gesellschaftlichen Wandel aufgetreten. Belege für diese These liefert das uns allen bekannte Buch „Der Struwwelpeter“. Viele in diesen Geschichten beschriebenen Verhaltensweisen der Kinder weisen auf bestimmte Aufmersamkeitsstörungen hin.
Andere bekannte Geschichten wie der „Zappel Phillip“, der nicht still sitzen kann, oder „Hans guck in die Luft“, der sich nicht auch seine ganze Umgebung konzentrieren kann, sondern das Geschehen im Himmel beobachtet und dadurch ins Wasser fällt, zeugen von der Bekanntheit dieser typischen Symptome bei Kindern. Damals wurden diese Verhaltensweisen als schlechtes Benehmen fehlgedeutet und die darunter leidenden Kinder falsch behandelt.

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