Zivilisationskrankheiten

Der professionelle Befund ist Fundament für Diagnose und Heilung

Cannabis als Medikament?

Posted on | Dezember 4, 2014 | 2 Comments

Cannabis ist vor allem als Droge bekannt. Allerdings können die Substanzen auch in der Medizin eingesetzt werden. Vor allem bei der Therapie von Schmerzen gilt medizinisches Hanf als viel versprechend. Die medizinische Verwendung ist in Deutschland streng geregelt.

Wird Cannabis als Arzneimittel eingesetzt, dann bekommt es den Namen Medizinalhanf. Hier stehen unter anderem die Inhaltsstoffe Tetrahydrocannabinol THC und Cannabidiol CBD im Vordergrund. Die Wirksamkeit von Cannabis ist durch Studien bei vielen Krankheiten belegt. Zu diesen Erkrankungen gehören neben der Schmerztherapie auch die multiple Sklerose, die Kachexie, Übelkeit und Erbrechen. Zwischenzeitlich gibt es auch Studien, die eine Wirksamkeit bei Depressionen, einigen Krebsformen und zahlreichen Autoimmunerkrankungen belegen wollen. Fakt ist: Cannabis ist nicht für Hinterhöfe und Hippies abonniert. Die Anwendung von Cannabis in der Medizin wird derzeit intensiv erforscht.

Zahlreiche Anwendungsgebiete

Bereits seit 1996 laufen zahlreiche Studien Krebs mit Cannabis zu behandeln. Studien belegen zwischenzeitlich, dass zahlreiche Tumorarten durch die Einnahme von Cannabis beeinträchtigt werden. So werde teils das Wachstum gehemmt und andere treten in geringerer Zahl auf. Schaut man sich die Studie zu Typ 2-Diabetes an, dann lässt sich erkennen, dass das Risiko an dieser Diabetes Art zu erkranken gesenkt wird. Wird Cannabis mäßig konsumiert, das heißt bis zu vier mal im Monat, konnte ein halbiertes Risiko bei den Probanden erkannt werden. Schweizer Studien hingegen zeigen, dass ggf. auch die Arteriosklerose mit Cannabis behandelt werden kann. Mäusen wurde hier das Tetrahydrocannabinol oral verabreicht und das Fortschreiten der Krankheit wurde deutlich gemindert. Diese Studie wurde im Jahr 2010 nochmals durch eine chinesische Studie untermauert.

Die Rechtslage zu Cannabis

In Deutschland zählt Cannabis zu den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Dies gilt nur wenn es sich um Zubereitungen handelt, die bereits als Fertig-Arzneimittel zugelassen wurden. Patienten können aber eine Ausnahmegenehmigung bei der Bundesopiumstelle des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte stellen. Die Behandlung der Erkrankung muss dabei medizinisch betreut werden und der Patient muss darlegen, dass andere Therapien nicht ausreichend wirken. Im Jahr 2007 wurde eine solche Ausnahmegenehmigung erteilt.

Es ist uns an dieser Stelle wichtig zu ergänzen, dass wir zum Thema Cannabis in der Medizin keine valide Meinung vertreten. Für diejenigen, die dem Thema offen gegenüberstehen haben wir ein kurzes und witziges Video gefunden, siehe oben. Darüber hinaus einen interessanten TV Tipp für kommenden Sonntag: WDR – 17.12. – 19.15 Uhr – Kiffen – 7 Dinge, die Sie wissen sollten (Link zur Programmvorschau)

Ein Wort zum Schluss: Diesen Shop haben wir im Web gefunden, bei dem es selbst Hanfsamen zu kaufen gibt. Hanfsamen, theoretisch auch für Zuchtzwecke im offenen Verkauf? Ist so etwas legal? Wer hierzu eine Meinung oder besser eine valide Info hat – wir freuen uns über Ihr Feedback über die Kommentarfunktion.

Quelle unter anderen: wikipedia.de

Heilmittel: Sauerstoff-Atmen bei Überdruck

Posted on | Juli 9, 2014 | No Comments

HBO-Therapie als Allheilmittel

HBO-Therapie als Allheilmittel?

Eine Hyperbare Sauerstofftherapie verspricht schnellere und effizientere Heilung bei vielen verschiedenen Erkrankungen. Auch beispielsweise bei einer Bell’schen Lähmung, die das Leben besonders einschränkt.

Eine Gesichtshälfte ist plötzlich gelähmt – Sehen, Hören, Schmecken, Sprechen fällt aus. Man kann die Augen nicht richtig schließen. Eine so genannte „Idiopathische Facialisparese“ tritt gerne bei jüngeren Patienten in ihren Zwanzigern und Dreißigern auf. Einzelheiten zu dem typischen Krankheitsbild „Bell’sche Lähmung“ findet der Interessierte unter Facialis Parese beim Ärztehaus im Druckkammerzentrum Freiburg.

Stolperstein mitten im Leben: Die Bell’sche Lähmung

Besonders schlimm für Betroffene: In diesem Alter befinden sie sich meist mitten in einer wichtigen, richtungsweisenden Phase im Leben: Die Karriere geht so richtig los, es wird eine Familie gegründet. Ungute Assoziationen mit Schlaganfällen schleichen sich ein. Zwar zu Unrecht, da die beiden Krankheitsbilder nichts miteinander zu tun haben. Der Eindruck von fehlender Gesundheit, Abgeschlagenheit, sendet dann nach außen ganz falsche Signale, ganz zu schweigen vom Schock, der erst mal verarbeitet werden muss. Schnell stellt sich das neue Ziel ein, dieses Leiden möglichst schnell loszuwerden.

Sauerstoff als Medikament

Eine Möglichkeit, das unangenehme und einschränkende Leiden zu behandeln „Hyperbare Sauerstofftherapie“ kurz „HBO“. Die Therapie ist aufwändig, aber hoch wirksam. Für die Behandlung begeben sich die Patienten drei Mal täglich für eine halbe Stunde in eine Druckkammer, in der 100%iger Sauerstoff unter Überdruckbedingungen über eine Maske geatmet wird. Die Sauerstofftherapie wird unter strengem Ausatem-, Blutdruck-, EKG- und Video-Monitoring durchgeführt.

Meist kann eine vollständige Genesung erreicht werden (in 90% der Fälle), zudem ist die Genesungszeit um über die Hälfte kürzer als mit anderen Verfahren. Eine solche Maßnahme wird zum Beispiel in Freiburg und Karlsruhe angeboten und sollte bestenfalls spätestens eine Woche nach der Erkrankung begonnen werden. Selbst wenn eine Heilung nicht komplett möglich ist, verspricht die HBO eine größere Verringerung der Symptome als andere Heilverfahren.

Auch für andere Krankheiten kann das Verfahren des Sauerstoff-Atmens angewandt werden: Innenohrerkrankungen, Bestrahlungs-Spätfolgen, Blasenerkrankungen, chronische Wunden, Knochenerkrankungen, Implantate und Transplantate, traumatische Erkrankungen, Probleme mit Weichteilgewebe, Blase, Strahlenzystitis, Interstitielle Zystitis. Ein neues Allheilmittel? Wir bleiben hier gerne dran.

Neue Chirurgen-Brille soll Krebszellen sichtbar machen

Posted on | Februar 14, 2014 | No Comments

Eine Innovation aus den USA soll Chirurgen schon bald Krebs-OPerationen erleichtern. Die im Prototyp vorligenden Hi-tec-Brille macht Krebszellen sichtbar und soll so die Eingriffe der Mediziner vereinfachen.

Blau sollen die Krebszellen vor den Augen des operierenden Mediziners aufleuchten. Dann nämlich, wenn er oder sie eine neue Spezial-Brille trägt, die jetzt in den USA als hochinteressante Innovation gefeiert wird. Auf diese Weise werde die Skalpellführung bei der OP sicherer und gezielter, so die Behauptung. Möglich mache die Technik ein molekularer Marker, der an die Krebszellen dockt, eie passende Lichtquelle, um den Marker entsprechend zu stimulieren und eine abgestimmte Video-Technik. Die Spezialbrille für die transparente Krebs-OP lässt Krebsgeschwüre blau aufleuchten und macht für den Chirurgen das komplette maligne Gewebe sichtbar. Der Farbstoff heißt Indocyanine green, ein eigentlich obligatorisches Kontrastmittel. Im Kontext mit der Krebs-OP sorgt der Farbstoff nun dafür, dass sich Krebszellen deutlich von gesunden Zellen unterscheiden.

Der Projektleiter, so unsere Online-Quelle scinexx, plane die Entwicklung weiterer Farbstoffe. Solche an die Tumorbrillen angepassten Marker könnten dann Krebszellen noch effizienter binden, ggf. dadurch länger im Tumorgewebe bleiben. Das deklarierte Ziel ist klar: Streuungen exakt zu determinieren und bei der OP schlicht nichts zu übersehen, was ein weiteres Fortschreiten der Krankheit sorgen können.

CML – eine heute gut behandelbare Leukämie-Art

Posted on | Februar 5, 2014 | No Comments

Die Diagnose Leukämie ist wie jede andere Krebs-Diagnose eine schwerwiegende Botschaft für jeden. Manche Leukämien, wie zum Beispiel die CML sind heute aber gut zu behandeln, so eine Website, die sich mit der Krankheit auseinadersetzt. CML steht für chronische myeloische Leukämie. Die Krankheit entsteht durch eine unkontrollierte Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen, die vom Knochenmark ausgeht. Sie wird auch als „Blutkrebs“ bezeichnet. Bei der CML handelt es sich um eine Form von Leukämie, die inzwischen gut behandelbar ist. Genau genommen sind Leukämien Erkrankungen von Blutzellen.

Der typische Krankheitsverlauf einer CML ist wissenschaftlich gut untersucht. Ausgang der Erkrankung ist die Entartung einer so genannten Blutstammzelle im Knochenmark. Blutstammzellen sind im blutbildenden System Lieferanten für neue Blutzellen, die vom Organismus kontinuierlich gebildet werden müssen, da alte Zellen absterben. Durch einen Gendefekt einer Blutstammzelle findet bei der CML eine massenhafte Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen – den Granulozyten – statt. Die Granulozyten übernehmen normalerweise bei der Immunabwehr des Körpers wichtige Aufgaben und leisten diese Funktion auch noch in den Anfangsstadien einer CML.

Im langfristigen Verlauf der CML können weitere Gendefekte ein Fortschreiten der Erkrankung bewirken, so die Macher von CML-Wissen: Im Knochenmark vermehren sich unreife Blutzellen stark und treten ins Blut über. Zusätzlich ist der „programmierte Zelltod“ dieser Blastenzellen gestört – er sorgt dafür, dass Zellen, die der Körper nicht mehr benötigt, wieder eingeschmolzen werden. Durch die unkontrollierte Vermehrung können die Blastenzellen nach und nach gesundes Knochenmark verdrängen und eine Funktionseinschränkung anderer Blutzellen bewirken. Etwa die von roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport zuständig sind oder von Blutplättchen, die eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen. Weitere, differenzierte Informationen zur chronischen myeloischen Leukämie CML finden Sie unter https://www.cml-wissen.de/was-ist-cml.html.

Ratgeber zur obligatorischen Herbst-Erkältung

Posted on | Dezember 4, 2013 | 1 Comment

Die Winterviren gehen wieder um

Die Winterviren gehen wieder um

Arzneimittelhersteller Medice hat einen Erkältungsratgeber herausgebracht. Er ist online zu lesen und gibt kompakt und übersichtlich Rat zur Volkskrankheit Erkältung. Wir haben die wichtigsten Inhalte des Erkältungsratgebers kurz zusammengefasst und um einige Fakten ergänzt.

Sobald die Temperaturen fallen beginnt die jährliche Erkältungswelle. Überall wird gehustet und genießt. Wie man sich wirksam vor einer Ansteckungs schützen kann und was zur Geneseung förderlich ist, wurde in einem online Ratgeber von Medice zusammengefasst. Erkältungsviren, so der Erkältungsratgeber, gibt es das ganze Jahr über, im Winter hätten sie es aber am leichtesten. Hals, Nase und Ohren, vor allem deren Schleimhäute, spielen da Schlüsselrollen. Bei Heizungsluft, gemischt mit Unterkühlung und vielen Menschen auf wenig Raum, trocknen die Schleimhäute aus und werden schlechter durchblutet – das bedeutet freie Bahn für die Erkältungsviren.

Ansteckung vermeiden

Der Ratgeber von Medice empfiehlt zur Vorbeugung: Man solle große Menschenansammlungen vermeiden und sich häufig die Hände waschen, um das Risiko einer Tröpfcheninfektionen zu minimieren. Eine Obst- und Gemüselastige Ernährung mit vielen Vollkornprodukten wird empfohlen. Diese enthalten viele für das Immunsystem wichtige Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren. Regelmäßige Bewegung beuge ebenfalls die Ansteckung mit Erkältungen vor. Mindestens zwei- bis dreimal die Woche, rät Medice, solle man sich ausgiebig bewegen, am besten an der frischen Luft. Man solle es aber nicht übertreiben, weil die Immunabwehr in der Erholungsphase nach einer zu großen Anstrengung ebenfalls geschwächt sei.

Besonders gefährdet: Die Kleinsten

Manche Spezialisten behaupten: Allein bis zum sechsten Lebensjahr muss ein Kind bis zu 200 verschiedenen Virenarten standhalten. Aus anderen Quellen heißt es: Ein Kind sei durchschnittlich ein ganzes Viertel des Jahres krank. Wo man sich fast durchgängig einig ist: Kinder sind täglich vielen Viren und Bakterien ausgesetzt, und haben oft noch nicht genug Verständnis für die Krankheit, um sich selbst aktiv davor zu schützen.

Weil das Immunsystem von Kindern sich noch entwickle, erklärt der von uns entdeckte Ratgeber, seien Kinder leider anfälliger für Erkältungsviren als Erwachsene. Bei Kleinkindern sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden, auch sei, falls nötig, auf kindergerechte Medikation zu achten.

Doch einmal krank: Effektiv Entgegenwirken

Der Körper, so erklärt der Erkältungsratgeber, kann normalerweise gut selbst mit einem grippalen Infekt fertig werden. Antibiotika seien dabei nur selten von Nutzen, weil sie nur Bakterien bekämpfen. Erkältungen seien zu 90 Prozent durch Viren, nicht Bakterien, verursacht. Wichtig ist laut Ratgeber vor allem, eine Erkältung bis zum Ende auszukurieren, damit sie nicht ernsthaftere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Gerade bei Kindern sei das oft ein schwieriges Unterfangen, aber umso wichtiger.

Altbewährtes nutzen

Hausmittel seien bei der Erkältungsbekämpfung außerdem nicht zu unterschätzen. Wadenwickel, Erkältungstees und Suppen, Inhalationen, Gurgeln, Nasenspülungen und Erkältungsbäder seien starke Unterstützer im Selbstheilungsprozess des Körpers. Spätestens nach einer Woche ohne Besserung der Symptome sei ein Arztbesuch ratsam. Laut Erkältungsratgeber die besten Heilmittel: Viel Schlaf und viel Flüssigkeit. Auch chemisch-synthetische Arznei, wie Nasensprays, und homöopathische Mittel seien hilfreich. Während der Körper die Erkältungsviren bekämpfe, würden durch solche Mittel vor allem die Symptome einer Erkältung gelindert und so erträglicher gemacht.

Homöopathie für die Selbstheilung?

Nicht zu verneinen: Homöopathische Mittel werden von vielen angezweifelt. Die Wirksamkeit der „natürlichen“ Heiler ist nicht bewiesen, viele Ärzte und Forscher sehen Widersprüche und unplausible Ansätze in deren Wirkungsbereich. Der Herausgeber des Ratgebers selbst ist Hersteller von homöopathischen Arzneimittelen und ist davon überzeugt die „Heilkraft aus der Natur“ zu nutzen und „Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen“. Die Inhaltsstoffe homöopathischer Mittel gäben dem Körper gezielt Impulse zur Aktivierung der eigenen Selbstheilungskräfte. In diesem Bereich sind die meisten Apotheken gut aufgestellt und beraten gleichermaßen ausführlich zu homöopathischen und nicht homöopathischen Mitteln um Erkältungssymptome zu behandeln. Auf welche Theorie man persönlich vertrauen möchte, ist jedem selbst überlassen.

Drastische Raucher-Aufklärung auf „Tobacco Bodies“

Posted on | Oktober 29, 2013 | No Comments

Heute möchten wir Sie mit der Visualisierung einer unangenehmen Wahrheit konfrontieren: Rauchen ist nicht gesund, auch wenn wir dem Altkanzler Helmut Schmidt seinen Spaß gönnen. Und wir – obwohl alle Nichtraucher – nicht zu den militanten unter den Verächtern des blauen Dunstes gehören.

Sollten Sie Raucher sein oder beabsichtigen sich dieses Hobby anzueignen, dann könnte sie die interaktive Grafik eines finnischen Web-Projekts umstimmen. Oder zumindest anregen, es sich einmal zu überlegen. Die Grafiken sind eher real als überzeichnet aus unserer bescheidenen Sicht. Darüber hinaus möchten wir betonen, dass wir Rauchen nicht verbieten wollen und es als Privileg einer freien Gesellschaft ansehen, dass die Entscheidung pro oder kontra jedem Erwachsenen selbst überlassen sein soll. Gerade zum Schutz unserer Jugend plädieren wir aber für eine möglichst intensive Aufklärungsarbeit.

In diesem Sinne, spielen Sie mal mit Ihrer Maus und damit folgendem Web-Projekt, den „Tobacco Bodies“.

Kann Fasten helfen, Krebs zu heilen?

Posted on | September 20, 2013 | No Comments

Heilung durch den eigenen Körper

Heilung durch den eigenen Körper

Sehr interessant war gestern Abend eine Sendung auf Arte, welche einen Zusammenhang zwischen Heilfasten und von Krebsbehandlungen herstellte. Unter dem Titel „Fasten und Heilen: Altes Wissen und neueste Forschung“ prüfte ein US-Wissenschaftler inwieweit Heilfasten eine positive Auswirkung auf Gesundheit, Rekonvaleszenz und sogar die Krebsheilung hat.

Übergewicht, Diabetes, Krebs werden immer häufiger. Simultan mit den Zahlen der Kranken steigen auch die Zahlen eingenommener Medikamente extrem. Der Körper muss so einiges aushalten. Die Pillen, die gegen die Pillen helfen, die gegen die anderen Pillen helfen, die gegen das eigentliche Leiden helfen. Man sehnt sich nach natürlichen, schonenden Wegen.

International wird schon seit einem halben Jahrhundert an geforscht, Schutz vor und Therapie von Krankheiten ohne die Chemiekeule zu gewährleisten. In Russland beispielweise ist das Fasten fest im Gesundheitswesen verankert und hat bereits nachweisbare Erfolge vorzuweisen. Entschlackende und entgiftende Wirkung, teils gar Heilung von schlimmsten Krankheiten. Die Fastenden verzichten vollständig auf Nahrung und Medikamente, nur Wasser dürfen sie zu sich nehmen. Eine Fastenkur dauert meist zirka zwei Wochen, dabei ist die Betreuung durch einen Facharzt unerlässlich. Es passiert kein kritischer Nährstoffmangel während der Fastenzeit, aber der Körper muss in lernen, von seinen Reserven zu leben, der Organismus muss sich umgewöhnen. Der Körper nimmt nicht mehr Energie von außen auf, sondern muss sie selbst produzieren.

Einige junge US-Amerikanische Wissenschaftler haben nun Forschungen eben diesem Umstand im Bezug auf Krebsheilung betrieben. Und erstaunliche Ergebnisse erzielt, die ein ganz neues Licht auf die veraltet geglaubte Methode werfen. Momentan werden diese Theorien geprüft. In einzelnen Fällen wurden bereits positive Ergebnisse verzeichnet.

Die bisherigen Waffen gegen den Krebs sind destruktiv, zerstören den Krebs, aber oft auch den Körper selbst. Die neue Theorie: Wenn ein Mensch fastet, erhält er weniger Nährstoffe. Die Zellen im Körper stellen sich dann aus einem uralten Instinkt heraus auf „Schutzbetrieb“ um, schützen sich vor äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel auch einer Chemotherapie. Krebszellen haben diesen „Instinkt“ nicht, weil sie durch Mutationen ihr evolutionäres Gedächtnis verloren haben. Sie haben keinen Schutzmechanismus und machen nicht vor der Chemotherapie dicht, wie es die gesunden, körpereigenen Zellen können. Eine Chemotherapie wird so, laut Erfahrungsberichten, merklich erträglicher. Die Nebenwirkungen werden reduziert, so kann sogar die Dosis an Chemotherapeutika erhöht werden.

Selbst wenn gar keine Chemotherapie durchgeführt wird, kann, laut dieser Forschungen, Fasten den Krebs bekämpfen und die Symptome lindern. Sollten diese Theorien von Einzelfällen zu allgemein bewiesenen Fakten werden, wäre das ein großer Schritt in der Krebsforschung. Und zwänge die Schulmedizin, sich wieder etwas auf die natürlichen Mechanismen des menschlichen Körpers zurück zu besinnen und diese zu Nutzen.

Es ist Dein Lebensstil, Dummerchen …

Posted on | September 9, 2013 | No Comments

Zivilisationskrankheiten

Zivilisationskrankheiten hausgemacht

„Der raucht wie ein Schlot, säuft zwei, drei Bier am Tag und Abends in der Regel noch einen Whiskey vor’m Fernseher. Ist bequem wie ein Pascha. Sitzt daheim, bewegt sich keinen Schritt. Aber mampft ständig irgendeinen Traubenkern-Extrakt, weil’s angeblich gesund ist. Bei soviel Unvernunft könnte man echt sauer werden. Weil er zudem über hohen Blutdruck klagt und sich ständig krank schreiben lässt.“

Wir haben für diesen Artikel mal einen etwas anderen journalistischen Stil gewählt, weil es aus aktuellem Anlass angebracht erschien. Nicht im Wortlaut so waren die oben rezitierten Sätze doch die Substanz eines Gesprächs, dass wir kürzlich mit einem Freund führten. Und analoges bzw. sehr ähnliches Verhalten beobachten wir immer wieder im Bekannten- und Verwandtenkreis. Solchen grotesken „Gesundheitsstrategien“ könnte man die Überschrift „Verantwortungsloser Lebenswandel“ verleihen. Der offensichtliche Brückenschlag, dass ich mit meinem ganz individuellenVerhalten und der Summe meiner einzelnen Schritte im Leben verantwortlich bin für das was „unten“ als meine Befindlichkeit heraus kommt, ist oft nicht sehr populär. Warum eigentlich?

Dass wir hier nicht falsch verstanden werden: nicht jede Krankheit ist selbst verschuldet oder durch persönliches Agieren zu lindern oder gar zu beseitigen. Wir müssen jedoch selbst sehr genau hinsehen, gerade wenn es um eine Verschiebung von Relationen und Selbstbetrug geht. Der Süßstoff im Kaffee egalisiert nun mal nicht die parallel verspeisten drei Stückchen Sachertorte. Der weggelassene Zucker im Espresso nivelliert nicht die Schweinshaxe mit Extra-Klößen und Bratensoße. Und der zwölfte Ramazzotti ist kein Verdauungshelfer mehr. Gerade der vielzitierte Volksmund hält hier pfiffige Lügen bereit, die der willfährige Unvernünftige gerne für sich adaptiert. Im Großen geht es um eine kritische Selbstreflexion: ist mein Verhalten ganzheitlich schlüssig? Erreiche ich meine subjektiv erstrebenswerten Ziele? Oder bin ich selbst mein schlimmster Gegner? Die gefährlichsten, weil hartnäckigsten Lügen sind die, die ich mir selbst glaube. Hier zu hinterfragen kann weh tun. Aber es ist in aller Regel der effektivste Weg etwas zu ändern.

Denken Sie mal drüber nach. In aller Regel sind nur Sie selbst Ihres Glückes bzw. Schicksals Schmied.

Geschlechtsspezifische Symptome erfordern spezifische Therapie

Posted on | September 1, 2013 | No Comments

Italienische Forscher fordern die medizinische Versorgung zukünftig nach Geschlecht zu unterscheiden. Dies sei notwendig, da Untersuchungen gezeigt hätten, dass Männer und Frauen unterschiedlich erkrankten und sich die Symptome unterschieden. Auch reagierten Patienten unterschiedlichen Geschlechts verschieden auf Medikamente, zudem wurden unterschiedliche Nebenwirkungen festgestellt.

Bei medizinischen Behandlungen wird aktuell nicht nach Geschlecht der Patienten unterschieden. Medikamente und Therapien sind für Männer und Frauen bisher gleich, obwohl nun festgestellt wurde, dass eine Trennung sinnvoll wäre. In der Forschung sind bisher kaum Kenntnisse über die geschlechtsspezifische Unterscheidung bei Therapien bekannt. Ein möglicher Grund dafür wäre, dass in der Forschung seid 40 Jahren größtenteils männliche Probanden verwendet werden. Wegen vermehrten Hormonschwankungen bei Frauen sind Männer für diese Tests besser geeignet.

Forscher haben nun festgestellt, dass sich Krankheitssymptome je nach Geschlecht unterschiedlich äußern, so wäre ein typisches männliches Symptom für einen Herzinfarkt ein Taubheitsgefühl im linken Arm. Bei Frauen äußere sich dieser eher mit Schmerzen im Unterbauch und Übelkeit. Zudem wurde beobachtet, dass Patienten unterschiedlich auf Medikamente reagierten und je nach Geschlecht auch verschiedene Nebenwirkungen auftraten. Die Gründe dafür sieht die Medizin im unterschiedlichen Körperbau von Mann und Frau und dem Hormonhaushalt. Dadurch werden Medikamente unterschiedlich schnell vom Körper aufgenommen und wider abgebaut. Für die Zukunft wünschen sich die Forscher eine neu Orientierung der Therapien und geschlechtsspezifische Behandlung von Krankheiten.

Meinung: Also wir können und wollen das nicht im Wortlaut unterschreiben, sehen Sie diesen Artikel bitte ausdrücklich und lediglich als zur Diskussion gestellte Thesen. Sehr sympathisch ist uns aber ganz grundsätzlich eine größere Differenzierung von Krankheitsbildern nach Individuen. Nähere Informationen zu der These unterschiedlicher Krankheitsverläufen von Mann und Frau lesen Sie bei www.scinexx.de.

Völlerei: Falsche Einstellung oder seelische Krankheit?

Posted on | August 22, 2013 | No Comments

An jeder Ecke und zu jedem Zeitpunkt kann heute gegessen werden. Genuss kommt oft vor Gesundheit, man präferiert die spätere Diät als Ablass, als sich gleich von Anfang an zu beherrschen. Die Folgen der Völlerei: Zirka jeder zweite Deutsche ist zu dick und selbst auf Kinder wirkt sich die falsche und übermäßige Ernährung schon aus. Dabei trifft die Schuld nicht immer bloß den Genießer.

Das Gefühl der Schuld, das einen heimlich beschleicht, wenn man nach drei schlämmerlastigen Weihnachtsfeiertagen auf der Waage steht, kennt fast jeder. So schmackhaft das Mahl auch war, später bereut man seine Maßlosigkeit im Delirium des Schnitzelkomas, von Bauchschmerzen und Übelkeit geplagt. Der menschliche Körper wehrt sich. Er zeigt, das ihm dieses übermäßige Essen nicht gut tut. Die Medizin liefert immer neuen Input an Erkenntnissen. Regeln, Ernährungstipps, dabei liegt die Ursache oft so offensichtlich vor einem.

Ungefähr fünfzig Prozent der erwachsenen Deutschen und schon jedes fünfte deutsche Kind werden als übergewichtig bis fettsüchtig eingestuft. In vielen anderen Ländern ist die Situation ähnlich bis schlimmer. Die Malaien haben bereits eingeführt, dass in Zeugnissen von Schulkindern nicht nur deren Noten, sondern auch deren Body-Mass-Index dokumentiert wird. Das medizinisch gesehen krankhafte Suchtverhalten im Bezug auf Essen wird früher wie heute von vielen als Zeichen von Charakterschwäche gesehen.

Vor allem mit Blick auf Hungersnöte, Regenwaldabholzung, Überfischung werden die Millionen Übergewichtigen der Industriestaaten gerne mal schief angeschaut. Aber inwieweit ist hier der Übergewichtige selbst schuld, und inwieweit ist er nur Opfer seiner eigenen Genetik? Übermäßiges Essen und Trinken ist heute, medizinisch gesehen, genauso eine seelische Störung, wie übermäßiges Hungern. Medien, Krankheiten, seelische Probleme beeinflussen den Menschen, der deshalb nicht immer alleine für sein Übergewicht zur Verantwortung gezogen werden kann.

Übermäßiges Essen führt nicht direkt zum Tod, bleibt aber eine Sünde – zumindest gegen die eigene Gesundheit. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und extreme Skelettbelastungen sind Folgen, die eine Bekämpfung der einreisenden Fresssucht bitter nötig macht. Es wird geforscht, aber eine Antifettpille existiert (noch) nicht. Appetitzügler und chirurgische Eingriffe am Magen sind also als Ausweg herangezogen. Auch Diäten und Sport werden betrieben. Leider meistens behandelnd, nicht präventiv.

Als sehr wichtig erachten wir die grundsätzliche Einstellung einer Gesellschaft zum Essen. Auf der einen Seite hat Fastfood sich etabliert, es wird während anderen Tätigkeiten im Vorbeigehen gespachtelt, ohne darauf zu achten, was und wie viel man eigentlich isst. Andererseits geht der Trend bei vielen Menschen hin zu bedachterem Essen, Bioprodukten, Gesundheitsbewusstsein. Die Entscheidung, welchem Trend man selbst folgen will, macht jeder für sich alleine. Wenn körperliche Gegebenheiten, die Umstände oder simpel die fehlende Selbstbeherrschung zum Problem werden, kann Unterstützung bei Gruppensitzungen zum Thema und beim Arzt gefunden werden. Auch Abnahmeversuche durch Schlankheitspillen, Diäten oder Sport sind nachweislich viel wirksamer, wenn sie mit einer allgemeinen Lebensstiländerung einhergehen.

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