Zivilisationskrankheiten

Der professionelle Befund ist Fundament für Diagnose und Heilung

Jugendlichhafte Gesundheit durch eine gute Darmflora?

Posted on | November 26, 2017 | No Comments

Wer einen gesunden Darm hat der hält damit den Schlüssel für ein langes Leben in Händen, sind sich jedenfalls die Wissenschaftler einig. Der Grund dafür ist einfach, der Darm ist die Wiege des Immunsystems und wenn das fit und gesund ist bis ins hohe Alter hinein, dann geht es dem Menschen gut.

„Du bist was du isst.“ diesen Spruch kennen sicher die meisten Menschen, doch wie viel Wahres da dran ist, das belegen jetzt aktuelle Studien. Durchgeführt wurden die an der Western University’s Schulich School of Medicine & Dentistry in Ontario in Zusammenarbeit mit dem Tianyi Health Science Institute in Zhenjiang. Die Forscher analysierten die Darmflora von 1.000 Menschen ganz unterschiedlichen Alters. Der jüngste Teilnehmer war drei Jahre alt, der älteste Teilnehmer 100. Grundvoraussetzung für die Teilnahme an der Studie war, dass alle Teilnehmer sich bester Gesundheit erfreuen mussten, ebenso ihre nahen Verwandten. Sie durften keinerlei Medikamente einnehmen, keinen Alkohol trinken oder Zigaretten rauchen. Außerdem durften sie ihr Leben lang nie ernsthaft krank gewesen sein. Die Ergebnisse der Studie waren beeindruckend.

Eine Zukunft ohne Krankheiten?

Die Darmflora der um die 30 Jährigen war genauso gut, wie die der Senioren. Allenfalls bei den sehr jungen Studienteilnehmern ergaben sich altersbedingt kleinere Veränderungen, doch nach dem 30. Lebensjahr waren keine großen Unterschiede mehr feststellbar. Es scheint also tatsächlich so, dass eine gesunde und stabile Darmflora dazu führt, dass der Mensch gesund alt werden kann und dabei ein höheres Alter erreicht als ein Mensch mit einer gestörten, wenig intakten Darmflora.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wollen die Forscher nun Diagnoseverfahren in den Arztpraxen etablieren, die den Zustand der Darmflora der Patienten messen und bewerten können. Damit könnte eine neue, gesunde Gesellschaft heranwachsen mit weniger Zivilisationskrankheiten, sind sich die Forscher schon jetzt sicher.

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