Zivilisationskrankheiten

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Über den Sinn, Unsinn und Wahnsinn „Fettsteuer“

Posted on | Juli 13, 2012 | No Comments

In Dänemark gibt es Sie bereits: eine Steuer auf gesättigte Fettsäuren. Deutschland will nachziehen. Der Gedanke dahinter ist die Gesundheit der Bevölkerung, so die Befürworter. Gegner meinen, es gehe um die Staatskasse.

Von den Steuern auf Zigaretten und Alkohol profitiert in erster Linie der Staat, so viel ist klar, denn welcher Raucher lässt sich wirklich von den teuren Preisen abschrecken. Begründet wird diese Steuer durch die gesundheitlichen Schäden, die der Konsum verursacht.

Derzeit wird über die Einführung einer Fettsteuer in Deutschland debattiert. Die einen meinen nur durch Erhöhung der Preise ungesunder und besonders fettiger Lebensmittel ließen sich die Verbraucher erziehen. Jedoch müsste bei der Einführung der Fettsteuer auch eine Steuer auch besonders zuckerhaltige Lebensmittel folgen. Denn Fett allein, ist nicht der Übeltäter, schließlich sind Fette auch lebensnotwendig. Das Problem dabei ist auch, dass Verbraucher ständig getäuscht werden, denn in vielen Low-Fat Produkten versteckt sich auf der anderen Seite extrem viel Zucker. Mit der Einführung der Fettsteuer würde das Kilo gesättigte Fettsäuren etwa zwei Euro mehr kosten als zuvor. Das wären auf ein Päckchen Butter gerechnet 42 Cent mehr. Ob dieser Erziehungseffekt tatsächlich eintreten wird, daran zweifeln auch Politiker: „Aus meiner Sicht ist das Augenwischerei. In Wirklichkeit geht es bei solchen Strafsteuern nicht darum, dass die Menschen schlanker werden, sondern dass die Staatskasse voller wird“, so Bundesagrarministerin Ilse Aigner.

Wir meinen: Erstens ist die Fettsteuer an sich ein falscher Weg, denn Fett alleine ist schlicht und ergreifend nicht ungesund und im maßlosen Konsum weniger gefährlich als Zucker. Zweitens: Allein durch eine Steuer auf ungesunde Lebensmittel wird sich am Verbraucherverhalten wenig ändern. Ein besserer Weg wäre es, Produkte ehrlich und deutlich zu kennzeichnen, bzw. die Hersteller genau dazu per Gesetz knallhart zu verpflichten. Hugh.

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