Zivilisationskrankheiten

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Unterforderungssyndrom: Boreout

Posted on | Februar 15, 2012 | No Comments

Langeweile am Arbeitsplatz ist genauso schlimm, wie Überforderung. Dies ist nur weniger bekannt, da sich kaum jemand traut Unterforderung zuzugeben. Boreout Betroffene leiden an den gleichen Symptomen, wie Burnout Patienten. Was zu Boreout führt und was man dagegen unternehmen kann:

Burnout ist in aller Munde, dass sich extremer Stress negativ auf die Gesundheit auswirkt ist lange bekannt. Wer von Boreout ließt denkt möglicherweise erst an einen Tipfehler, doch Boreout ist wie Burnout eine Erschöpfungsdepression mit gleicher Symptomatik: Schlafstörungen, Tinitus, Migräne, keinen Spaß mehr am Leben… Der Name leitet sich vom Englischen Wort Bordedom, deutsch Langeweile, ab und beschreibt damit das Leiden von kontinuierlicher Unterforderung am Arbeitsplatz. Der Grund für die geringe Bekanntheit von Boreout ist wohl, dass nur Wenige den Mut haben zuzugeben, dass sie mit ihren Aufgaben unterfordert sind. Dies ist auf keinen Fall mit Faulheit in Verbindung zu bringen, da die Menschen betroffen sind, die leistungsbereit sind, aber keine Chance haben, diese Leistung zu erbringen. Durch die ständige Suche nach neuen Aufgaben und dem Gefühl mehr leisten zu können, als nötig ist, werden die Betroffenen regelrecht ausgelaugt. Oft sind übertriebene Stellenangebote schuld an späterer Unterforderung, aber auch ein Mangel an Erfolgserlebnissen kann die Ursache sein, wenn immer nur Teilaufgaben erledigt werden.

Aus der Misere hilft hilft in erster Linie eine Aussprache mit dem Chef und wenn nötig einige Gespräche mit einem Psychologen.

Um Boreout zu verhindern sind im Unternehmen drei Dinge zu beachten:
Organisation: ausgelastete Personalplanung, ehrliche Stellenanzeigen
Führung: korrekte, realistische Beförderungspolitik
Kommunikation zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Ehrlichkeit und Transparenz

Quelle: web.de

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